Über die Kolumne „All Cops are berufsunfähig“ freut sich vor allem die AFD!

 Offener Brief an die TAZ-Redaktion.

Hallo TAZ – Redaktion,

Ich finde diese TAZ Kolumne: All Cops are berufsunfähig, die ich als zahlender TAZ Leser zunächst gar nicht erst gelesen habe –erst GDP CSU und die TAZ (Kommentar der Chefredakteurin) selbst, haben das in meine Aufmerksamkeitsblase gespült.- zum kotzen.  Menschen als Müll zu bezeichnen, halte ich für widerlich, menschenverachtend und zeugt nicht gerade von besonderer Intellektualität, die ja besonders im hochschulgebildeten TAZ Milleu so groß geschrieben wird.

Ich kann auch nicht verstehen, dass die Ressortleiterin,  die diesen ja Text autorisiert haben muss, auch noch im Nachhinein rechtfertigt . Es macht mich fassungslos und ich war an einem Punkt, der TAZ, die ich manchmal doch als seriöse Quelle für meine Recherchen ansehe,  die Gefolgschaft zu verweigern. Die Texte von Gaus und Reinecke ist es zu verdanken, dass ich die Perspektiven der liberalen Hochschullinken (an die sich die TAZ ja im Prinzip mehrheitlich wendet) dann wohl erst mal doch weiterverfolge.

Neben bei: Wollen einige überdrehte Hochschullinken wirklich einen polizeilosen Staat? Ich will eine Polizei ohne Rassismus, die mich gegen gewalttätige und kriminelle Menschen schützt. Ich denke,  alle mit gesundem Menschenverstand wollen das!  Oder meinen Linke Linke ernsthaft, dass so ein Text ein Debattenbeitrag ist, um in der Bevölkerung, die die Polizei mit überwältigender Mehrheit schätzt, für Rassismusprobleme, die es auch in der Polizei gibt, zu sensibilisieren?  Im Gegenteil. Solche Beiträge sind eher  Steilvorlagen für die AFD, die ja ohnehin sich als Opfer linkes Gutmenschentum sehen. Jetzt können Sie in ihren Filterblasen den Beweis der linken Doppelmoral propagieren. BRAVO! 

Übrings: Ein Argument, das auf der GDP Homepage publiziert wurde –
„2017 forderte der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, die damalige Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, „in Anatolien zu entsorgen“. Damit, so kommentierte die „taz“ seinerzeit, habe sich die AfD „moralisch disqualifiziert“ – verbreitet sich rasant.
Mehr fehlt es an Fantasie, dieses Argument in irgendeiner Form zu entkräften!

Einige werfen mir jetzt bestimmt spätestens jetzt vor, ich spiele das Spiel der konservativen Eliten mit, die den ganzen Vorgang mit ihren Medien, vorweg die Bild, erst in Ihrem Sinne hochgepuscht haben.  Viele glauben, dass die Konservativen im Kontext von Stuttgartrandale und die für die konservative Milleus zähneknirchend hingenommene punktuelle  Fokussierung auf Rechtsextremismus , mal wieder auch linke Igit Aktionen empörend ihrer eigenen Anhängerschaft präsentierten mussten. Kann sein. Aber ohne dieser Kolumne  hätte sie auch nichts präsentieren können. Nur weil Konservative was brauchen, müssen Progressive nicht auch noch die Patronen bereitstellen. Vorallem, wenn es ihren Menschenbildern grundsätzlich zu wider laufen. Diese Logik folge ich ganz sicher nicht. Das ist nicht mein Maßstab. Ich dachte eigentlich auch nicht bei der TAZ. Jetzt weiß ich, es ist wohl bei manchen so und bei manchen so!

Ach so ja: Satire war es. Ok. Ich bin ja kein Hochschullinker. Vielleicht verstehe ich auch nicht immer alles, was einige Linke mit Hochschulabschluss in deren Diskussionsblasen so alles lustig finden und was nicht. Aber lustig  fand ich das nicht. Es war Foulspiel der übelsten Sorte.

ROTE KARTE.

Und ich sage es auch klar. Satire darf vielleicht einiges. Aber ich darf Satire auch abartig und pisse finden und darauf mit polemischen Zuweisungen (überdrehte Hochschullinke)  reagieren.  . Auch das ist dann Meinungsfreiheit, die Ihr von der TAZ dann auch mal ertragen müsst.

Allerdings sind die Doppelstandard im Liberal-Konservative Lager ebenso unglaubwürdig. Als der Satiriker Böhmermann Erdogan beschmähte war der Applaus auch dort riesig. Als AFD Führer Gauland die Integrationsbeauftragte Özoguz nach Anatolien entsorgen wollte, wurde staatsanwaltlich ermittelt, das Verfahren aber eingestellt. Die Empörung innerhalb des politischen rechten Spektrum hielt sich allerdings insgesamt in Grenzen.  Und an die Adresse der CSU und den rechten Meinungsblasen  sage ich: Ich werde genau beobachten, ob die gleichen Standards, die sie nun mit Presserat und Anzeigen demonstrieren, auch gelten werden, wenn mal wieder Linke, Gutmenschen, Frauen, Homosexuelle oder Andere für Konservative unappetitliche Personen beleidigt und herabgewürdigt werden.

 Fazit: Grundsätzlich.“ Fotze „Entsorgen“ „Mülldeponie“ „Ziegenficker“ Beleidigungen im Allgemeinen: Ich bin mir wirklich nicht mehr sicher, ob wir kommunikativ so weitermachen können. Werden auch nicht justiziabel Ehrverletzungen, auch satirische,  zum Standard , ist die Meinungsfreiheit tot!
Möchten wir in einer Gesellschaft mit so einem Standard ernsthaft leben?

 

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