Krieg der russischen Föderation: Ich bin erschüttert

Die russische Föderation beginnt auf Befehl des Staatspräsidenten Putin einen völkerrechtswidrigen Krieg. Damit wird sie mittel -und kurzfristig sicherlich nicht ihre Sicherheitsinteressen stabilisieren. Jetzt werden die Falken in Ost und West fast ausschließlich den öffentlichen Diskurs bestimmen. Quelle Beitragsbild:flickr.com – User JunepA Bildrechte vorbehalten: (cc.2.0)

Aufgrund der kriegerischen Angriffe der russischen Föderation auf die Ukraine sind viele Passagen dieses Textes überholt. Wir wissen jetzt: Der russische Präsident hat einen Krieg gegen sein Nachbarland Ukraine begonnen. Putin nennt das sprachlich geschönt: „Sonderoperation zum Schutz des Donbass und Entnazifizierung der Ukraine“. Ich habe diesen Text, der vor Beginn des Krieges durch Russland geschrieben. Der Text machte den Eindruck, dass ich den Westen als Böse hinstellen würde, der seine Bevölkerung desinformiert. Das sagte mir ein Freund, der den Text gegen gelesen hatte. Diesen Eindruck wollte ich nicht vermitteln. Die russische Förderation und ihr Stattsführer Putin bricht nach meinen Verständnis das Völkerrecht – nicht die russische Bevölkerung. Sie ist kein böser Akteur von Putins Spiel.  Genauso wenig wie die westlichen Bevölkerungen. Böse sind immer die, die die Bevölkerungen mit Desinformationen hinters Licht führen. Die russische Führung gehört dazu. Aber auch die Nato schreckt vor Desinformationen nicht zurück, wenn wir an die Vergangenheit – z.B das genannte Beispiel im oben verlinkten Text- denken. Oder denke Sie an das Märchen von Massenvernichtungswaffen des Irakes, der für die USA als Rechtfertigung für den schlimmen IRAK-KRIEG führte. Die russische Regierung rechtfertigt den Krieg durch Worte wie „Entnazifizierung“ – „Genozid“ . Er spricht sogar von Selbstverteidigung und beruft sich auf Artikel 51 der UNCharta.

Hier macht Putin den Versuch sein Eingreifen völkerrechtlich zu rechtfertigen. Das ist völlig absurd. Ich habe immer ein gewisses Verständnis der russischen Position gehabt, dass ihre Sicherheitsinteressen ernst zu nehmen sind. Es ist ja Fakt, dass die Nato Russland eingekreist hat. Der Bundeskanzler formulierte es so: „Sicherheit in Europa kann es nur mir Russland geben“ . Alle, die weiterhin auf Deeskalation und Diplomatie setzten müssen der Sache wegen die russische Perspektive kennen und deren Logik daraus verstehen. Verstehen heißt nicht Übereinstimmung! Allerdings werden solche Stimmen im Westen sicherlich in der Öffentlichkeit in Zukunft kaum noch zu hören sein. Höchstens um sie zu in der Öffentlichkeit Unmöglich zu machen. Dadurch wird aber auch der Druck weniger, durch Diplomatie die Sicherheitsinteressen für ganz Europa zu stabilisieren. Es werden, das ist meine Prognose, nahezu ausschließlich die Falken, also die Hardliner aus Politik und  Rüstungsindustrie den öffentlichen Diskurs bestimmen. Und zwar in ganz Europa-in den USA sowieso.

Putin bricht das Völkerrecht und beruft sich aufs Völkerrecht!

Dieser Angriff ist weder moralisch noch völkerrechtlich zu rechtfertigen. Die Ukraine ist ein völkerrechtlich (auch durch Russland) anerkannter Staat. Hier kann sich Russland nicht ernsthaft auf das Völkerrecht berufen. “ Und auch moralisch kann nicht gesagt werden: „Na Ihr (der Westen, insbesondere die USA) bricht ja auch ständig das Völkerrecht! “ Auch wenn das stimmt. Es gibt keine völkerrechtliche Grundlage dafür, dass ein Land das Völkerrecht brechen darf, weil andere es auch machen. Das Völkerrecht ist ja ohnehin fragil. Wenn so argumentiert wird, können wir das Völkerrecht dann endgültig in die Tonne kloppen! Momentan sieht es so aus: Die Atommächte brauchen sich offensichtlich nicht an das Völkerrecht halten. Wo soll das nur hinführen? ich bin ratlos!

Wie jetzt noch der Weg zurück in die Diplomatie gefunden werden kann, weiß glaube ich keiner. Wie soll jetzt noch Vertrauen geschaffen werden? Ich persönlich bin tief erschüttert.. Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt, resümierte auch Jens Berger von den NachDenkSeiten. „Die Friedensordnung liegt in Scherben“ Es macht mir Angst und nimmt mir Hoffnung, die ich noch zuletzt hatte.

Und trotzdem werde ich mich hüten die Welt in Gut und Böse unterteile. Aber zu verurteilen sind die, die Völkerrecht brechen, für Leid und Zerstörung sorgen und ihre Völker mit Falschinformationen und einseitigen Darstellungen die öffentliche Meinung formen, um Zustimmung  für Regierungsziele zu bekommen, die sie sonst nicht bekommen hätten. Mein Mitgefühl gehört den vielen Kinder, Frauen und Männer in der Ukraine, die jetzt soviel leid erfahren müssen-duch einen Krieg, den sie  nicht wollten.
Krieg will die Mehrheit aller Völker nicht, denn Krieg tötet.

Precht und Wagenknecht – Das „Team Übervorsichtig“ reagiert mit Respektlosigkeit!

Sahra Wagenknecht und Richard David Precht haben es gewagt zu äußern, dass sie den Druck auf Ungeimpfte nicht richtig finden. die Impfung ist prinzipiell eine individuelle Wahlfreiheit . *1 So wie es ursprünglich auch immer kommuniziert wurde! Prominente Verfechter der Wahlfreiheit werden aber am medialen Pranger gestellt. An vorderster Front diesmal ein Spiegelkommentator. Diese Art von Kommunikationskultur macht mir echt zu schaffen!

Arno Kleinebeckel (Telepolis) fragte „Ist Impfen noch Privatsache? “ und sagte weiter:

Die Doppelzüngigkeit in der Beantwortung dieser Frage ist inzwischen unübersehbar: „Natürlich ist es Privatsache, ob jemand sich impfen lässt oder nicht“, heißt es gemeinhin, gefolgt von einem „aber …“Diese bigotte Art Übergriffigkeit wird gesellschaftsfähig und von der Mehrheit der Medien befördert…… Quelle:

Auf dem Punkt gebracht: Dieser ganze Paternalismus in Sachen Coronapolitik und konkret in Sachen „Impfen“steht konträr zu dem Versprechen der „Wahlfreiheit“. Ausgangspunkt der weiter andauernden Empörung waren jüngst die Sonntagstalkrunde bei Anne Will und der Podcast Lanz und Precht (9. Folge)

Die Impfstoffe sind ein Selbstschutz bzw Eigenschutz. Das sagte u.a der Virologe Streeck. Die EU hat trotz Fehlstart in Sachen Impfstoff-Einkauf ihre Hausaufgaben gemacht und dafür gesorgt, dass sich fast alle gefährdeten Gruppen  (Vorerkrankte und alte Menschen) in der EU mit einer Impfung gegen einen schweren Krankheitsverlauf selber schützen können. Alle Menschen in der EU haben, die es wollen, nun vier elementare Möglichkeiten sich gegen Covid19 einigermaßen zu schützen. 1. Impfung 2. FFP2 Maske 3. Hygienemaßnahmen beachten 4. Großveranstaltungen meiden. Damit muss -und das meint im Kern auch Herr Precht- der Staat die Verantwortung wieder auf seine Bürgerinnen und Bürger Schritt für Schritt nahezu vollständig (zurück) übertragen.

weitere Bemerkung dazu

Da ich zwar nicht im Team Übervorsichtig spiele, aber durchaus weiter Respekt vor diesem Virus habe, sage ich: Übergangsweise bis Frühjahr sollten wir  an bestimmten Orten weiter Masken tragen, uns an Abstandsgebote halten und kostenlose Testmöglichkeiten für Geimpfte und Ungeimpfte muss mindestens noch bis zum Frühjahr gelten. Und ja es stimmt. Die Krankenhausbelastung müssen wir im Auge haben. Und zwar langfristig. Mehr Personal, keine Einsparungen mehr!

Und dazu gehören neben der Impfung auch andere Abwägungen:  Wenn ich beispielsweise  Angst habe mich zu infizieren, muss ich nicht zu einer Großveranstaltung gehen. Wenn also Menschen bewusst ins Risiko gehen, weil sie sich nicht impfen lassen, keine Maske tragen wollen, Hände nicht regelmäßig waschen , ständig Menschenansammlungen aufsuchen –  ist es nicht mehr Aufgabe des Staates gegen dieses Verhalten restriktiv vorzugehen. Aufklären JA, Belehren und Sanktionieren NEIN!

Die Medien stürzen sich auf die unbekannten Langzeitfolgen, die  „Karl Lauterbach“ bei Anne Will ausschließen mag. Gewagte Aussagen! Denn mit Langzeitfolgen meinen kritische Geister wohl einen Zeitraum von mehreren Jahren. Langzeitfolgen können also nach einem Jahr Impfstoffzulassungen natürlich noch gar nicht erforscht sein. Mit diesen Trick arbeiten allerdings beide Meinungen: Menschen, die sich gegen eine Impfung entschieden haben argumentieren damit genauso wie Menschen, die für eine Impfung werben. Letztere, wie Karl Lauterbach, tun allerdings so, als wäre das schon erforscht und verweisen auf die Erfahrungen der Millionenfach verabreichten Dosen. Ungeimpfte vertagen ihre Entscheidung auf die lange Bank. Es kann eben von Langzeiterkenntnissen nach einem Jahr nicht geredet werden. Die Risikoabwägung muss somit eben auf den vorhandenen kurzfristigen Erkenntnissen getroffen werden.

weitere Bemerkung dazu

Und als 50-Jähriger sage ich: Ich schätze das Risiko einer schweren Covid Erkrankung für mich höher ein, als ein kurzfristiger Impfschaden. Deswegen habe ich mich impfen lassen. Eine schwere Covid Erkrankung empfinde ich als kurzfristige Bedrohung und deshalb warte ich auf keine Langzeitstudien (die ja eben erst in den nächsten Jahren zu erwarten sind). Wenn aber ein 25-Jähriger Sportler, der möglicherweise ein besseres Immunsystem hat als ein älterer Mensch, zu einer anderen Abwägung kommt, ist das m.E. nicht so abwegig. Egal aber ob 12 Jahre oder 50 Jahre und Älter: Jeder muss die Entscheidung einer anderen Person vielleicht nicht verstehen, aber akzeptieren.

Aber was ist mit Solidarität…..

Jetzt schreien wieder Viele: „Aber aus Solidarität…„- Ja , eine mögliche Überlastung des Gesundheitssystems sollten wir auf jeden Fall in unserer Abwägung mit einbeziehen. Und unsere Kleinsten? Lt. der deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) sei „die Krankheitslast bei Kindern vergleichbar mit anderen Erregern wie Influenza oder der Atemwegserkrankung RSV.“ Natürlich müssen wir unsere Kleinsten mit Lüftungs- und Hygienekonzepten (ohne Masken am Tisch) trotzdem schützen. Aber eben nicht nur vor dem Coronavirus, sondern im Prinzip vor allen Viren.

Insgesamt  bieten alle Impfstoffe gegen COVID19 keinen umfänglichen Schutz für Andere. Auch Geimpfte können das Virus sowohl an Ungeimpfte, als auch an Geimpfte weitertragen. Ich kenne keinen Hinweis auf eine Studie, die uns evident beweist, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil:. Allerdings: Wenn natürlich in Zukunft andere Impfstoffe das belegen sollten oder durch eine Dritte Impfung dieses Risiko minimiert werden sollte, wird der Solidaritätsgedanke sicherlich in Sachen Impfung noch mal einen anderen Stellenwert bekommen. Und trotzdem sollten das die Menschen in einer Gesellschaft wertschätzend untereinander aushandeln. Einen elterlichen Staat brauchen wir dafür nicht! Nachhaltige Solidarität beruht nicht auf Zwang, sondern auf gegenseitigen Respekt und Verständnis.

Auf jeden Fall haben jetzt die zur zeit noch  ungeimpfte Wagenknecht und der geimpfte Precht für Aufsehen beim „Team Übervorsichtig“ gesorgt. Und die medialen Verbündeten des „Teams Übervorsichtig“ haben im falle Precht gnadenlos  zugeschlagen. Precht wurde in die Nähe von Querdenkern gerückt. Sahra Wagenknecht wird im eigenen Lager wohl wieder viel Mobbing (hier ein Beispiel, dass die Springerpresse natürliche gerne aufnimmt) ertragen müssen.

Hier zwei Links von sog. Journalisten, die Menschen mit abweichender Meinung diffamieren. Für den respektlosen Spiegelartikel habe ich einen Kommentar bei Twitter gezwitschert.

FR: „Querdenkern nach dem Mund geredet….“ 

weitere Bemerkung dazu

Der respektlose Kommentar verbirgt sich auch noch hinter einer Paywall. Als Spiegel+Abokunde muss ich schockiert feststellen, was für Leute mit meinem Geld so bezahlt werden. Ich habe überlegt einen Beschwerdebrief zu schreiben. Da das allerdings in der Regel unbeantwortet bleibt, schenke ich mir das!

Wieder einmal ein unwürdiges Beispiel wie die Vertretungen der veröffentlichten Mehrheitsmeinung versuchen, Personen zu verunmöglichen, wenn sie andere Positionen vertreten. Diese Diskussionskultur macht mir echt zu schaffen! Wie soll eigentlich eine befriedende Diskussionskultur in den sozialen Netzwerken entstehen, wenn es sog. Journalisten gibt, die mit der Macht ihrer Reichweite zuvor das Ganze anheizen?


PS: Auch die NachDenkSeiten haben das Thema aufgegriffen: Jens Berger: „Wer aus dem Konsens ausschert, wird plattgemacht“

PS 2: Der Grüne Abgeordnete Gehrling findet es falsch, wenn Anne Will „Impfgegnerin Wagenknecht“ ein Forum bietet.  Indirekt fordert also ein Mitglied einer Partei offen die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Eine Partei, die sonst so offen für Bürgerbeteiligung und mehr Demokratie streitet. Einfach nur Peinlich!

 

Spionagesoftware „Pegasus“ – Wir sind im Arsch!

P Menschen aus Medien, Menschenrechtsorganisationen und Politik wurden -und wahrscheinlich werden – mit Hilfe einer israelischen Spionagesoftware Pegasus ausgespäht. Digitale Selbstverteidigung ist wohl momentan nicht möglich! Was werden Sie, Frau und Herren Kanzlerkandidat_Innen, dagegen tun?
Das Internet-Medium „Netzpolitik.org“  hat hierfür eine gute Übersicht über den Pegasus – Skandal bereitgestellt.

 

Wichtiger Hinweis! Zitat:

Um den Trojaner auf einem Handy zu installieren, gibt es laut der Tagesschau zwei Möglichkeiten: Bei der ersten wird die Zielperson dazu verleitet, einen Link zu klicken und den Download der Schadsoftware selbst in die Wege zu leiten. Bei der zweiten wird eine „unsichtbare“ Nachricht verschickt, welche dannn unter Ausnutzung einer Sicherheitslücke den Trojaner auf dem Smartphone installiert. Ist der Troja (….)
Wer mit Pegasus ausgespäht werden soll, ist weitgehend schutzlos. „Es gibt keine wirksame technische Möglichkeit für einen Benutzer, gegen diese Art von Angriffen vorzugehen“, warnt der IT-Sicherheitsexperte Claudio Guarnieri vom Amnesty International Security Lab. Er bezieht sich dabei auf die gängigen Betriebssysteme auf Mobiltelefonen, vor allem iOS und Android. Quelle netzpolitik.org

Wenn das so ist und so bleibt und wir keine digitale Selbstverteidigung (wie nach Snowden mit Verschlüsselungstechnologien) mehr vornehmen können, sind wir im Arsch. Nur die Retroflucht ins Analoge wird dann zur einzigsten Alternative. Das was sich da anbahnt, auch wenn es die meisten haben kommen sehen, hat die Sprengkraft einer Atombombe.

Komischerweise wird dieser weitreichende Skandal nicht mit der sonst üblichen Hyper Agending begleitet. Es wurde zwar in der Tagesschau und bei anderen Leitmedien darüber kurz berichtet, sicher auch nicht nur am Rande, aber die übliche Empörungsinzinierung, die ja eigentlich angebracht wäre, ist bisher ausgeblieben.

Anstatt über irgendwelche Nebenkriegsschauplätzen, wie wer von wem abgeschrieben hat oder lächelnd durch Deutschland zieht, im Wahlkampf zu berichten, ist es jetzt die Aufgabe von allen Medien zu hinterfragen, welches Ausmaß dieser Überwachung schon angenommen hat. Inwieweit haben sich beispielsweise auch Natogeheimdienste mit der Software oder ähnliches ausgerüstet?

Frau Barbock, Herr Scholz, Herr Laschet! Was werden Sie tun, um die Bürgerinnen und Bürger gegen dieses digitale Virus zu schützen. Und bitte nicht jede Vermutung gleich als Verschwörungstheorien abtun. Denn eine Theorie scheint das jetzt schon nicht mehr zu sein!

Themen-Netzschau:

      #Spionagesoftware Pegasus

 

     

    Wer verursacht hier einen Schaden.. wer treibt hier denn wo und wie das Spiel der Rechten ?

    Jetzt wird zwar diskutiert über die Coronapolitik der Regierungen. Es bedurfte eine Provokation, dass endlich mal auch Sachen auf dem Tisch kommen. Nur leider wird das sofort wieder vom Meinungsmainstream und von Twitterblasen vom Tisch gecancelt!

    Die Initiatoren der #allesdichtmachen Aktion werden von allen Seiten diffamiert. Sie haben angeblich einen großen Schaden angerichtet und treiben das Spiel der Querdenker und der AfD. Hier haben wir es wieder. Kritik an die Verhältnismäßigkeit der Coronapolitik der innerdeutschen Regierungen wird mit Rechts und Spinnereien gelabelt. „Durch solche Aktionen, und auch die die die Aktion verteidigen, treibt ihr die Leute in den Händen der AfD“ sagte mir ein Bekannter, der auch dieses Blog liest!

    Ich halte dagegen:

    Es ist genau umgekehrt: Da durch, dass die Menschen, die unter den Coronamaßnahmen subjektiv und objektiv leiden und verzweifelt sind, keine öffentliche laute Stimme haben und alle Kritik an  die Verhältnismäßigkeit nieder geschrienen und nieder geschrieben  wird, entsteht ein Gesprächsvakuum. Genau dieses Vakuum treibt die Leute in den Händen von Rechtspopulisten und anderen Merkwürdigkeiten, die sich einfach dazu stellen und sich als einzigartige Kraft präsentieren, die zuhören.

    An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass auch die Maßnahmenkritiker_Innen, die als Corona oder Pandemie-Leugner pauschal gelabelt wurden von Anfang an nicht irgendwie rechts waren. Es waren die Rechten, die sich dazu gesellt haben und nun versuchen, auch durch die AfD, den Protest einzusammeln. Die viel zitierte Querdenkerbewegung ist politisch heterogen und vielfältig. Rechte, die sich dazu gesellen sind in der Minderheit. Vergleiche auch einen Bericht vom Deutschlandfunk: „Wer marschiert da zusammen“
    Ich, der weder Maskenverweigerer noch Impfgegner bin, habe mich von außen immer wieder gefragt, wie man Kritik und Befürwortung in Sachen Pandemiebekämpfung überhaupt politisch zuordnen kann. 

    Was hat Maßnahmenkritik mit Rechts oder Links zu tun? -Text aufklappen-
    Objektiv gesehen, lässt sich das eigentlich gar nicht politisch zuordnen. Überprüfen Sie es mal in Ihrem Bekanntenkreis! Ich habe es getan. Quer durch alle Parteienpräferenzen finden Sie Maßnahmenkritik sowohl die, die es die Maßnahmen zur Eindämmung des Virius zu restriktiv finden, als auch denen, die finden es müsste noch härtere Maßnahmen geben, als auch die, die die Coronapolitik der Regierungen total angemessen finden. Und auch gibt es dort quer durch alle Parteienpräferenzen Menschen, die glauben, das Corona Ding ist irgendwie Fake.
    Die Meinungsmehrheit aus Maßnahmenbefürworter_Innen und Maßnahmenkritiker, die es noch restriktiver wünschen haben es geschafft die Andere pauschal mit Begriffen wie „Leugnung“ und „Rechtslastig“ oder „Rechtsoffen“ zu labeln, um jeder Maßnahmenkritik
    , die die Verhältnismäßigkeit an mahnen zu diffamieren. Nicht nur das. Man lässt die Menschen alleine, die eben nicht nur unter dem Virus leiden, sondern auch unter den Maßnahmen leiden.

    Es ist das übliche Spiel. Man duckt sich weg, legt Feuer und schreit „Haltet den Dieb“ . Wenn Menschen ihre Einwände und Nöte vortragen und diese, auch wenn man sie nicht teilt, nicht mit Argumenten, sondern mit Diffamierungen und Nazikeulen begegnet, wundert mich nicht, dass es dann wirklich Leute gibt, die sich verzweifelt Leuten anschließen, die nichts Gutes im Sinne haben.

    Natürlich kann man sich über das Mittel der Ironie der Aktionisten von #allesdichtmachen streiten. Gut so! Es ist natürlich schon traurig, das erst überspitzt provoziert werden muss, damit wenigstens mal kurz diskutiert wird. Das ist zum verzweifeln.

    Aber wahrscheinlich spiele ich als bekennender Mitte-Links Wähler auch wieder nur das Spiel der Rechte und werde ignoriert, blockiert oder beschimpft. Egal! Lebe ich mit!

    Auch als KO-Argument werden die Pflegekräfte, die sich in der Tat für alle den Arsch aufreißen, herangezogen. Man wäre denen gegenüber Respektlos. Respektlos sind die jenigen, die Pflegekräfte für ihre Propaganda instrumentalisieren, sich aber weg ducken, wenn es darum geht den Pflegenotstand mit Geld und De-privatisierungen zu bekämpfen.

    Jens Berger, dessen Frau mit Covid Patienten arbeitet schreibt es wie folgt:
    „Titel: Heuchelei hat Hochsaison

    Dabei war doch die „arme Krankenschwester“ in den letzten Jahren in der politischen Debatte allgegenwärtig. Kein Wahlkampf, kein Fernsehduell, in denen die Kandidaten nicht die Krankenschwestern – gern mit dem Attribut „alleinerziehend“ verbunden – für ihre Zwecke instrumentalisiert hatten. Passiert ist jedoch nichts. Sobald die Wahlzettel in die Urnen geschmissen wurden, verschwand die „arme Krankenschwester“ wieder in der medialen und politischen Versenkung und auf den Stationen wurde die Situation immer prekärer. Ist diese Instrumentalisierung der Pflegekräfte etwa keine Verhöhnung?

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Netzschauen Sie auch hier mal: Jakob Augstein- Freitag.de – „Die große Ungeduld“


    PS: Natürlich darf auch Herr Pocher nicht fehlen, ein angeblicher Komiker, der nur nur Späßer über andere machen kann bringt die Aktion mit seinem Opfer Herrn Wendler in Verbindung.
    So wird die Kritik in die Ecke der Merkwürdigkeiten gestellt. Auch eine Methode, die wohl offensichtlich gut funktioniert!

    Jetzt wollen Sie wahrscheinlich wissen, ob ich ein Corona Leugner bin- Nee Pech gehabt! Bin ich nicht! -Text aufklappen-
    Ja, ich gehöre zu denen, die ebenfalls die Maßnahmen kritisieren. Nicht, weil ich das Virus leugne, oder gegen Masken und impfen bin, sondern weil ich die Fokussierung auf die Erzählung: „Im Privaten wird sich ausschließlich angesteckt“für nicht sachgerecht halte. Ich sehe eben auch größere Infektionsherde in Großläger, Großraumbüros und andere Bereich der Wirtschaft, wo Arbeitgeber nicht genügende Hygienekonzepte und eigenes Corona-Management betreiben. Also. Es hört sich grotesk an: Ich bin für härtere Maßnahmen im Arbeitsleben. Nicht für die Schließung der Wirtschaft, aber mit vielen klareren Maßnahmen der Viruseindämmung im Arbeitsleben. Ich trage sogar im verhältnismäßigen Rahmen Kontaktbeschränkungen mit. Aber die jetzigen Reglungen mit Ausgangsbeschränkungen gehören nicht dazu. Und die Schulpolitik mit den verbundenen Schulschließungen halte ich für ein Desaster. Ich bin froh, dass ich keine schulpflichtigen Kinder mehr betreuen muss.
    Aber vor allem kritisiere ich eines. Wenn andere Meinungen und vor allem Nöte als Kollateralschäden abgetan werden und/oder diskreditiert werden.
    Ich war von Anfang an der Meinung: Wir brauchen nun in der Wirtschaftspolitik progressive Lösungsvorschläge, die Gesundheitsschutz, Beschäftigungsschutz und wirtschaftlichen Erfolg im Gleichklang bringen . Es ist vieles aus dem Ruder gelaufen: Läden zu, Restaurants zu, der ca. 90 prozentige Rest Rest darf offen bleiben mit bilanzierten freiwilligen Maß nahmen. Man kann also bilanzieren: Die Wirtschaft als ganzes bleibt weitestgehend verschont und nur der private Bereich wird eingeschränkt. Und die Politik vergeigt die Impfkampagne, setzt sich https://twitter.com/Ludischbo/status/1359155223089082379″>nicht für die Aufhebung des Patentschutzes ein und hält ein Versprechen nach dem anderen nicht ein. Außer den Alarmismus, der u.a von Jan Josef Liefers kritisiert wurde.
    Da soll man brav alles toll finden?
    Übrings glaube ich nicht, das meine Meinung richtig ist, sondern freue mich über den Widerspruch!

    Fußball Super League: GIER GIER GIER…..

    …. mehr fällt mir zu den Vorhaben der kapitalistischen Großclubs, eine europäische Super League zu gründen, nicht ein. Bin gespannt ob die deutschen Megafußballunternehmen Dortmund, Bayern und Leipzig Wort halten und diesen Schwachsinn nicht mitmachen!!!undecided

    update: Pläne stehen nach Sportschauberichten vor dem Aus! hier weiterlesen

    Es ist mit heftigen Fan-Protesten zu rechnen. Zu Recht! Liverpoolfans wollen Banner und Fahnen an der Anfield Road abziehen und machten deutlich:

    (…)„Wir haben das Gefühl, das wir einen Klub nicht länger unterstützen können, der finanzielle Gier über die Integrität des Spiels stellt“.(…)  Q

    Scharfe Kritik gab es auch vom europäischen Fan-Netzwerk Football Supporters Europe (FSE).

    (…)„Dieser geschlossene Wettbewerb wird der letzte Nagel im Sarg des europäischen Fußballs sein und alles zerstören, was ihn so beliebt und erfolgreich gemacht hat“, hieß es in einer Erklärung am Sonntag. „Diese Pläne sind von Grund auf illegitim, unverantwortlich und gegen jeglichen Wettbewerb. Mehr noch, sie werden ausschließlich aus Gier vorangetrieben.“ Q

    Auch die UEFA Reform der europäischen Klubwettbewerbe wird von der Vereinigung „Pro“ Fans abgelehnt.

    Ich sage: Nicht mehr Kommerzialisierung, sondern verhältnismäßiges Fußballwirtschaften muss das Gebot von Post-Corona im Profifußball sein.

    • Spieler, Trainer und Managergehälter auf ein vernünftiges gesellschaftliches Maß zurückfahren
    • Faire Gelderverteilung unter den Clubs
    • Den Beraternetzwerken das Handwerk legen.

    Quellen:
    https://www.spox.com/de/sport/fussball/international/2104/News/super-league-plaene-rb-leipzig-erteilt-absage.html

    https://www.tz.de/sport/fussball/super-league-fc-bayern-muenchen-uefa-kritik-klubs-wettbewerb-ausschluss-rummenigge-zr-90465119.html

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/keine-banner-anfield-liverpool-fans-protest-gegen-super-league-reaktionen/

     

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