Februar 10

Killer-Roboter auf dem Vormarsch

Ja es ist kein Science Fiktion mehr! Automatisierte Tötungsmaschinen sind auf dem Vormarsch. Nicht nur unbemannte Flugkörper, sondern auch autonome Killer Roboter haben es in den öffentlichen Debattenraum geschafft! Und anders als gewohnt wird zumindest in den Schlagzeilen das Thema in den Leitmedien, wie hier,  momentan nicht verharmlost. Das Wort Killer ist eindeutig. Es soll damit getötet, gemordet werden. Ob die Leitautoren der Mainstreammedien allerdings sich gegen Nato und ihren jeweiligen Regierungen stellen, wenn es um die Frage von Verbote dieser Killermaschinen geht, sehe ich erstmal nicht.

Im Jahre 2014 habe ich mich damals schon einmal mit zwei Teilen dem Thema beschäftigt. Damals ging es um die Frage, ob die Bundeswehr bewaffnete Drohnen erhalten soll.

Ich habe meine Gedanken noch mal aus dem Archiv geholt:

Hier Teil 1

Hier Teil 2

Um sich über den aktuellen Stand „Drohnen der Bundeswehr“ zu informieren verlinke ich auch hier mal zum Vorschlagswerk Wikipedia

Außerdem verlinke ich zur informativen Kampagnenseite „Killer Robotor stoppen„, die es hier auch in Englisch und anderen Sprachen gibt, was Hoffnungen zulässt , dass die Zivilgesellschaft das Thema international voranbringt.

Sonst ist es bald wirklich nur noch eine Frage der Zeit, wann Tötungsroboter Krieg für Menschen führen.

Februar 9

Drohnen: Tötungsroboter und die unüberschaubaren Folgen – Teil 2

Diese Artikel erschien im  Blogmagazin „Die Netzschau“ am 06.07.2014- Autor: Marty Ludischbo

Die Verteidigungsministerin will die bewaffneten Kampfdrohnen. Im ersten Teil habe ich sehr weit ausgeholt und die aktuelle Diskussion mit der Science-Ficton Serie „Battlestar“ Galactica verknüpft. Ist es richtig, dass die Bundeswehr bewaffnete Tötungroboter bekommt, um damit Krieg zu führen?  Darf man Zukunftsängste vor überschaubaren Folgen, nämlich die Angst vor automatisierten, außer Kontrolle geratenen Kriegseinsätzen, als Argument vortragen oder sollte man den KO-Argumente der Generäle folgen?

Solange der Mensch alles unter Kontrolle hat..

Tötungsroboter, die selbständig Bedrohungen ausfindig machen und diese zerstören sind noch Zukunftsmusik, aber längst keine Fiktion mehr. Rüstungsexperte Linnenkamp aber glaubt, dass „die USA – und sicher auch China – arbeiten ohne jeden Zweifel an der Automatisierung von Waffen. „(hwn)

Also kann doch die Bundeswehr, solange der Mensch die absolute Kontrolle hat, bewaffnete Tötungsroboter bekommen?
Die Generäle bringen u.a ein Ko-Argument ins Rennen.

Etwa so:

Immer wieder gerieten deutsche Soldaten in Afghanistan unter Beschuss. Mit Aufklärungsdrohnen könnten gefährliche Lagen im Kontrollcontainer vor Ort zwar beobachtet werden, aber sie können nicht sofort eingreifen, weil sie ja nicht bewaffnet ist. Dann müssten, wie in Afghanistan mehr oder weniger üblich, NATO-Partner, vorneweg die US-Streitkräfte, um Hilfe aus der Luft gebeten werden. Das kostet zu viel Zeit und kann das Leben der deutschen Soldaten gefährden.

Leitmedien auf Linie
Zeit Reporter Wiegold sammelte „harte Argumente für Kampfdrohnen und Noch-Chefredakteur der WAZ Ulrich Reitz machen sich in ihren Beiträgen für diese Kommunikationslinie stark.
Reitz wörtlich:

Zitat: “ Unsere Soldaten bestmöglich auszustatten, ist eine moralische Pflicht. Darum brauchen sie bewaffnete Drohnen, denn diese schützen nicht nur die Soldaten am besten, sondern halten auch das Risiko für Unbeteiligte am kleinsten. „

Und er schließt seinen unrühmlichen Kommentar mit den Worten:

Zitat: „Es gibt Kriege, es gibt Regeln dafür, es gibt keine Unschuld. In Deutschland wird die Debatte verantwortungsvoll geführt. Es gibt keine Kriegstreiber. 

ganzer Kommentar von Ulrich Reitz hier auf ots (hwn)“

Das war zu erwarten. Einige Kommentatoren unserer Leitmedien sind also schon voll auf Drohnenkurs, auf Tötungsroboterkurs.

Nach Reitzs Logik sage ich: Der beste Schutz unserer Soldaten wäre, sie nicht in Kampfgebieten zu schicken, die mit der Verteidigung der Bundesrepublik nicht im geringsten etwas zu tun haben. Dann brauchen sie zumindest dort auch nicht von Tötungsroboter geschützt werden.

Alles nur Science-Fiction?
In der Galactica-Welt sind die Zylonen von der menschlichen Zivilisation selbst entwickelte Tötungsroboter, die sich gegen ihre Erbauer auflehnen und Krieg führen.
Als die Serie 2002 erst ausgestrahlt wurde, war ich noch so naiv zu glauben, dass so was nur Science-Fiction ist und niemals möglich werden kann.
Heute sage ich:
Eine von Menschen kontrollierte Tötungsmaschine ist  ein erster Schritt zur automatisierten Kriegsführung. Die Folgen wären unüberschaubar und könnten total außer Kontrolle geraten.Möchten Sie einem Computer, der über Tod oder Leben (mit-) entscheidet? .

————————————————

weiter Links

Offinger Freidenker: Stefan Sasse über Battlestar Galactica (hwn)
Wikipedia: Drohnen der Bundeswehr (link)

________________________________________________________________

Das Blogmagazin „Die Netzschau“ mußte depubliziert werden, weil die Fa. Populis GmbH die Blogging Plattform „blog.de“ , damals technische Heimat von DNZS – Die Netzschau -, zum Dezember 2015 die Plattform geschlossen hatte. Die Idee eines Relanch der Netzschau wurde nicht mehr weiterverfolgt.

Februar 2

Drohnen: Tötungsroboter und die unüberschaubaren Folgen – Teil 1

Diese Artikel erschien im  Blogmagazin „Die Netzschau“ am 01.07.2014- Autor: Marty Ludischbo

Die Diskussion ist natürlich nicht neu. Die Amerikaner nutzen Kampfdrohnen, ich nenne sie Tötungsroboter , um Terroristen zu jagen und zu töten.  Sie, die Amerikaner,  nennen das im übrigen: „Extralegale“ Tötungen.
Aber jetzt hat die Diskussion Deutschland insofern wieder erreicht, weil die Bundesregierung darüber nachdenkt bewaffnete  Drohnen für die Bundeswehr anzuschaffen. Zum Schutze der Soldaten, sagt die Ministerin vorsichtig auf anraten von Bundeswehrverbänden und Generälen. Lesen Sie weiter

März 15

Das Säbelrasseln gegen die Russen geht in die nächste Runde

Hallo Leute,

Giftgasangriff gegen einen russischen Überläufer. Na klar. Alle, die britische Regierung voran wissen es: Die Russen waren es. Um genau zu sein. Die russische Regierung! Und unsere Medien lassen keinen Zweifel, dass sie den Mutmaßungen der britischen Administration folgen. Und Strafe muss sein. SANKTIONEN! Lesen Sie weiter