Juni 12

Meinungsfreiheit: Wen interessierst es?

* Gedanken zu Meinungsfreiheit und Entscheidungen *

Hallo du Demokrat,

Meinungsfreiheit ist ein verfassungsmäßiges hohes Gut! Und tatsächlich. Im Prinzip kann Jede und Jeder seine Meinung sagen.  Und wau, in unseren westlichen Demokratien kommst du in der Regel nicht mal im Knast, wenn deine Meinung der politischen Führung nicht gefällt. Aber die Wahrheit ist: Die, die entscheiden,  interessiert es auch in den meisten Fällen nicht, was du meinst….Es sei denn…..

“ Du kannst hier alles sagen, aber entscheiden tue ich“

Solch ein patriarchalisches Chefgehabe klingt nicht gerade nett, schon gar nicht zeitgemäß, ist aber seit Beginn demokratischer Gesellschaften immer noch total normal. Heute wird das halt „moderner kommuniziert“  BSP:  „Ich kann Sie echt gut verstehen. Die Entscheidung ist gefallen. Ich arbeite weiterhin gerne mit Ihnen zusammen.“ Lesen Sie weiter

Juni 1

Fall Sauerland : Beispiel für den Sittennverfall unserer „Führungseliten“

Adolf Sauerland (CDU) ehemaliger OB von Duisburg, von den Duisburgerinnen und Duisburger aus dem Amt gejagt, bleibt sich treu. Als Zeuge im Loveparade-Prozess wies jede inhaltliche Verantwortung für die Loveparade-Katastrophe von sich. Sauerland hatte sich damals auch geweigert zumindest die politische Verantwortung zu übernehmen. Ein trauriges historisches Beispiel für den Sittenverfall unserer Führungseleiten.

Ich hatte damals mit viel Sympathie das Abwahlverfahren für den CDU Politiker beobachtet .

Das Verhalten des Herrn Sauerland ist auch aus heutiger Sicht für mich ungeheuerlich.
Der OB „wünscht diese Veranstaltung“ soll er vor Beschäftigte der Verwaltung gesagt haben. Vielleicht hat er mit dieser Formulierung seinen Allerwertesten gerettet. Als er viele Jahre später sein Schweigen brach, behauptete er sogar, dass er die Veranstaltung nie wollte. Wenn er die Veranstaltung nicht wollte, fragte ich mich, warum hat er sie dann als Behördenleiter nicht gestoppt? Schließlich wusste er von Bochums Absage wegen Sicherheitsbedenken ein Jahr zu vor . Warum hat er sich mit seiner damaligen Amtskollegin Scholz nicht ausgetauscht?

Loveparade Bewerbung war Sauerlands Idee

Jetzt wieder anderes: Sauerland sagte, dass die Bewerbung wohl doch seine Idee war. Also ich mache es immer so: Wenn ich eine Idee habe, schaue ich mir die Umsetzung schon etwas genauer an. Wer, sich den damaligen Zugang zum Gelände der Veranstaltung vor Ort angeschaut hat, weiß dass diese Veranstaltung niemals hätte stattfinde dürfen.

Sauerland ist nie angeklagt worden. Er erklärt sich auch noch heute für unzuständig. Wie die WAZ berichtete, sagte ein Verteidiger des angeklagten EX Baudezernenten dieses als den „wahren Skandal“..

Sogar der Oberstaatsanwalt findet Sauerlands Verhalten „bemerkenswert“.

Ich finde das nicht bemerkenswert, sondern fast normal. Immer wieder höre ich in meinem Umfeld wie hohe Führungskräfte von Unternehmen und Behörden Verantwortungen weiter delegieren und/oder durch überlegte Formulierungen sich rechtlich den Arsch sauber halten. Sorry für den Ausdruck.

Die Untergebene stehen vor Gericht, während der ehemalige Kopf zwar sein Amt verlor, aber mit guten Bezügen straffrei durchs Leben zieht.

Es bleiben die Opfer und der Schmerz der Angehörigen.

Gerade die Liberal-Konservativen sprechen doch immer von Freiheit und Verantwortung. Es muss wohl heißen: Freiheit ja, Verantwortung nein. Vielen unserer Führungseliten wird nicht ganz zu unrecht „Sittenverfall“ vorgeworfen.

Auch wenn der ehmalige OB „nur“ kommunale Führungselite war: Der Fall Sauerland ist ein historisches Beispiel für diesen Zerfall.

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Hinweis: Wer ist angeklagt? der Westen de.

Die damalige Mitverantwortung der Medien...: Meindamaliger  Leserbrief an die NDS